Karin Rohner


  Schweden-Urlaub
Mai/Juni 2016

Geschichten, Bilder, Ansichten
aus Dalarna

Neu!  Mora im Herbst 2016

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Karin von Schweden

Orsa - Hansjö - ein Ort
zum Verlieben

Als wir abends, nach 12-stündiger Autofahrt durch Schweden, hungrig und müde in unserem Feriendomizil ankamen, waren wir begeistert. Ein kleines, hübsches Häuschen mit einer großen Veranda. Doch nirgendwo ein Eingang! Bis wir bemerkten, dass sich die Verandatür aufschieben ließ. Und dort drinnen, neben der Haustür, hing auch das kleine Kästchen, das den Haustürschlüssel enthielt. Wir gaben den uns zugeschickten Code ein und waren froh, als sich der Sesam öffnete.

Ferienhaus

Endlich angekommen
 - Karin Rohner
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Ein geräumiger Flur mit Garderobe, ein Badezimmer mit Dusche und WC und einem herrlich freien Blick über die weite Landschaft. Rechts ging es in die große Wohnküche mit Schlafcouch, links in den noch größeren Wohnraum, mit Klappcouch, einem Etagenbett, Fernseher, Stereo-Anlage und einem offenen Kamin.
Ich wählte das Etagenbett. Das untere Bett war angenehm breit und bequem, solange ich lag. Doch aufsetzen konnte ich mich nur mit eingezogenem Kopf. Nachdem ich mir ein paar Nächte die Füße an der fest stehenden Leiter gestoßen hatte - den Kopf zog ich schon instinktiv ein - siedelte ich um auf das Schlafsofa.

Etagenbett

Typisches Etagenbett in Schwedischen Ferienhäusern
 - Karin Rohner
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Wenn man zum ersten Mal in den Norden Schwedens kommt, fällt es schwer, sich an die Helligkeit zu gewöhnen. Obwohl es noch drei bis vier Wochen bis zur Mittsommernacht waren, ging die Sonne 21 Stunden nicht unter. Und die restlichen drei Stunden dämmerte es. Leider hielten die Rollos im Zimmer neugierige Blicke, aber keine Helligkeit ab. Ich konnte schwer einschlafen, und kaum durchschlafen. Nachts um drei Uhr fühlte ich mich gleichzeitig hellwach und hundemüde. Ich war froh, wenn ich im Dämmerzustand die magische Grenze von 6 Uhr früh erreichte. Dann zog ich mich an und ging draußen spazieren.

Sommermorgen

Mein Morgen-Wanderweg in Hansjö
 - Karin Rohner
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Am ersten Morgen in Hansjö wählte ich den hier abgebildeten Feldweg. Grüne Felder, in der Ferne ein paar Gehöfte, links und rechts des Weges gluckernde Bäche mit gelben Sumpfdotterblumen. Nach ca. 500 Metern traf ich die ersten Kühe, die dösend auf der Weide lagen. Als sie mich erspähten, kamen sie angaloppiert, etwa zwanzig an der Zahl. Sie blieben am Zaun stehen, in Reih und Glied, beäugten mich neugierig, und ich bedauerte, dass ich keine Kamera dabei hatte. Als ich meinen Weg fortsetzte, liefen sie neben mir her. Eine Kuh war so in Fahrt, dass sie gegen den roten  Elektrokasten rannte. Es schepperte zwar laut. Doch ihr war zum Glück nichts passiert.
 
Sommerweide

Neugierige Blicke am Weg
 - Karin Rohner
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Am nächsten Morgen hatte ich zwar meine Digi dabei und die Kühe kamen wieder, mich zu begrüßen. Doch so dekorativ und in Formation wie am Morgen zuvor, stellten sie sich leider nicht auf. Da half auch kein gutes Zureden.

Sommerweide

Schwarzbunte Versammlung
 - Karin Rohner
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Sommerweide

Das rote Ding im Hintergrund ist der Elektrokasten
 - Karin Rohner
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Ich machte jeden Morgen meinen Spaziergang, genoss die seidige Schwedische Luft und begrüßte meine Kühe. Doch diese interessierten sich mit jedem Tag weniger für mich. Anscheinend gehörte ich nun zur Familie. Und die begrüßt man ja auch nicht jeden Morgen, als wäre es das erste Mal.
Einige erhoben sich zwar noch auf Zuruf. Andere scharten sich um den Heuhaufen, um zu frühstücken. Nach einer Woche blieben sie liegen und widerkäuten vor sich hin.

Sommerweide

Bunt geschecktes Kälbchen zum Abschied.
 - Karin Rohner
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Trotzdem habe ich mich am letzten Morgen in aller Form von ihnen verabschiedet. Dieses Kälbchen wusste meinen Besuch sichtlich zu schätzen.
 
Im Herbst fahren wir nach Älvdalen/Dalarna. Dort werde ich mein Tagebuch fortsetzen. Aufwiederlesen!
 

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